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Anisoptera - Grosslibellen
Bei den Grosslibellen sind die Hinterflügel an der Basis stark verbreitert. Die Flügel werden in Ruhestellung
geöffnet gehalten. Die grossen Komplexaugen mit bis zu 30000 Einzelaugen (Ommatidien) berühren sich meist in der
Mitte des Kopfes. Nur bei der Familie der Flussjungfern sind sie deutlich voneinander getrennt. Alle Grosslibellen sind sehr
gute Flieger. Mit der direkten Flugmuskulatur, die auch die Kleinlibellen besitzen, sind sie in der Lage, alle vier Flügel
unabhängig voneinander zu bewegen. Dies befähigt sie, alle möglichen und unmöglichen Flugmanöver
durchzuführen. An warmen Sommertagen setzten sich Mosaikjungfern und Smaragdlibellen praktisch nie
ab. Um solche Arten zu fotografieren, sind die frühen Morgen- oder Abendstunden zu empfehlen. Ansonsten ist ein Flugbild
noch einfacher anzufertigen als eine sitzende Königslibelle anzutreffen.
Die Larven der Anisopteren sind recht kräftig gebaut und besitzen keine Hinterleibsanhäge. Sie atmen, indem sie
Wasser in den Enddarm einsaugen.
Aeshnidae - Edellibellen (14 Bilder von 7 Arten)
Bei den Aeshniden handelt es sich neben den Quelljungfern um die grössten heimischen Libellen. Die Männchen besitzen an
der Basis eckige Hinterflügel (bis auf die Gattung Anax und Hemianax) und sogenannte Öhrchen an den Seiten des zweiten
Abdominalsegmentes.
In Europa kommen 18 Arten vor.
Gomphidae - Flussjungfern (10 Bilder von 4 Arten)
Die Familie der Gomphiden ist die einzige unter den Grosslibellen, bei der sich die Augen der Imagines nicht berühren. Die
Männchen besitzen ebenfalls Öhrchen und an der Basis eckige Hinterflügel. Bis auf Gomphus pulchellus
sind alle Arten in ihrer Entwicklung auf Fliessgewässer angewiesen. Sie reagieren empfindlich auf Gewässerverschmutzung und sind daher in
Mitteleuropa stark bedroht.
In Europa kommen 12 Arten vor.
Cordulegasteridae - Quelljungfern (6 Bilder von 2 Arten)
Die Augen der Quelljungfern, der grössten heimischen Libellen, berühren sich in genau einem Punkt. Auch hier tragen die
Männchen Öhrchen und besitzen eine eckige Hinterflügelbasis. Die 5 in Europa vorkommenden Arten sind auf kleine
Fliessgewässer spezialisiert, haben eine Entwicklungszeit von bis zu 5 Jahren und somit relativ schwierig selbst in
geeigneten Biotopen nachzuweisen.
Hier finden Sie ein Portrait einer Exuvie der einzige in Europa vorkommenden
Art dieser Familie Macromia splendens.
Corduliidae - Falkenlibellen (4 Bilder von 3 Arten)
Wie der Name dies schon andeutet, sind die Falkenlibellen sehr gute Flieger. Bei günstiger Witterung setzten sich die Tiere
praktisch nie ab. Auch bei dieser Familie besitzen die Männchen die Öhrchen und ein eckige Hinterflügelbasis.
In Europa kommen 9 Arten vor.
Libellulidae - Segellibellen (31 Bilder von 18 Arten)
Die männlichen Segellibellen besitzen keine Öhrchen und dieselbe Flügelform wie die Weibchen.
Mit 32 vorkommenden Arten ist die Familie der Libelluliden die artenreichste in Europa.
Zu den Kleinlibellen - Zygoptera
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