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Die Mond-Azurjungfer Coenagrion lunulatum

Männchen der Mond-Azurjungfer Weibchen der Mond-Azurjungfer Die Mond-Azurjungfer (Coenagrion lunulatum) ist in Süddeutschland ausgesprochen selten. Aus Baden-Württemberg war in den 90er Jahren nur ein Vorkommen in einer ehemaligen Lehmgrube in Oberschwaben bekannt.
Am 31. Mai 1998 beobachtete ich an einem nur unweit entfernt liegenden Moorweiher zwei aneinander gekoppelte Paare. Im Folgejahr wurden am 4. Mai knapp 10 Exemplare beim Schlupf beobachtet und maximal etwa 25 Tiere bis Anfang Juni bei der Paarung und Eiablage beobachtet.
Seit 2. Mai 2000 fliegt die Art wieder im Gebiet. Diesmal fanden sich über 60 Exuvien und bereits am 6. Mai waren etwa 40 Libellen ausgefärbt und fanden sich zur Paarung und wohl auch schon Eiablage am Gewässer ein. Dazu und bevorzugt auch zum Schlupf wählen die Tiere stets schütteres Seggenried, das an den Abstichkanten des Torfstichgewässers in die offene Wasserfläche hineinwächst. Diese ist um diese Jahreszeit erst vereinzelt mit Blättern der Gelben Teichrose bedeckt, auf denen die Männchen auf die reifen Weibchen warten.
Besonders hervorzuheben ist die sehr frühe und auch recht kurze Flugzeit. Das wird zwar immer wieder betont, aber wohl nicht für sooo ungewönlich angesehen. Doch wer rechnet im kühlen Oberschwaben am 6. Mai schon mit ausgefärbten Azurjungfern . . .
Eine weitere interessante Beobachtung ist die, dass die Tiere bei Bewölkung bei einer Störung sich einfach nur fallen lassen.

Alle hier gezeigten Bilder wurden 1999 am neu entdeckten Fundort der Mond-Azurjungfer am 16. und 27. Mai aufgenommen.

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